Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Streuung von Elektronen in einem topologischen Isolator

02.03.2026|12:01 Uhr

In den vergangenen Jahren bildeten topologische Isolatoren die vorderste 
Front der Forschung in der kondensierten Materie. Dies liegt nicht nur an 
ihren fundamental neuen physikalischen Eigenschaften, sondern auch an ihrer 
praktischen Bedeutung für mögliche Anwendungen in der Spintronic und dem 
Quantencomputing.

Wir haben die elektronischen Eigenschaften des topologischen Isolators Bi2Te3 
mittels Rastertunnelmikroskopie bei tiefen Temperaturen untersucht. Wir 
erhielten hochauflösende Daten der Quasiteilcheninterferenz der topologischen 
Dirac-Elektronen an der Oberfläche. Die topologischen Eigenschaften unserer 
Kristalle konnten wir durch die Abwesenheit von Rückstreuung und die lineare 
Energiedispersion des dominierenden Streuvektors belegen. Zudem konnten wir 
nicht-dispersive Streumoden entdecken, die wir Streuung der Elektronen 
zwischen Volumen- und Oberflächenzuständen zuschreiben konnten und die eine 
Schätzung der Energielücke im Volumen erlauben.

Kooperationspartner
- Bergische Universität Wuppertal
- Leibniz-Institute for Solid State and Materials Research IFW-Dresden
- TU Dresden
- Würzburg-Dresden Cluster of Excellence ct.qmat
- University of Amsterdam, The Netherlands
- TU Dortmund
- Research Center “Future Energy Materials and Systems”, Dortmund

 

Bulk and surface electron scattering in disordered Bi2Te3 probed by 
quasiparticle interference,
V. Nagorkin, S. Schimmel, P. Gebauer, A. Isaeva, D. Baumann, A. Koitzsch, B. 
Büchner, C. Hess,  Phys. Rev. B 111, 115111 (2025) 

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